Ägyptische Architektur — für die Ewigkeit errichtet

Die meisten gut erhaltenen Gebäude aus einstigen ägyptischen Zeiten sind Kultstätten. Das alte Ägypten gehört ebenso China zu den sogenannten Hochkulturen. Aus diesen Zeiten stammt eine imposante monumentale Architektur. Die entscheidenden Baumaterialien waren Stein und ungebrannte Ziegel. Holz wurde weniger genutzt, da es knapp war.

Die ägyptische Baukunst befasste sich hauptsächlich mit dem Jenseits. Denken wir über ägyptische Architektur nach, dann fällt uns zuerst der Pyramidenbau ein, die sogenannte königliche Grabarchitektur, für die ein immenser Aufwand betrieben wurde. Der Architekt Imhotep war ein großer Baumeister des alten ägyptischen Reiches. Zudem war er etwa 2.700 vor Christus oberster Vorlesepriester und ein hoher Würdenträger des König Djoser. Es heißt, Imhotep war für den Bau der Djoser-Pyramide sowie der Sechemchet-Pyramide verantwortlich.

Bezeichnend für die ägyptische Architektur war, dass die Pyramiden aus einer dauerhaften Steinarchitektur bestanden. Königspaläste und Priesterwohnungen jedoch errichtete man aus vergänglichen Materialien wie Nilschlammziegeln, Holz und Schilfmatten.

Tempelanlagen — Bauwerke für die Götter

Ebenso wie die Griechen verehrten die Ägypter ihre Götter. Daher wurden Tempelanlagen errichtet, die sozusagen Städte für sich waren. Diese durften nur Pharaonen und Priester betreten. Zum Bau wurde auch hier Stein eingesetzt, ein Material für die Ewigkeit. Zur Zeit der Pharaonen waren die Tempel bunt bemalt und geschmückt. Später waren sie mehr sandsteinfarben. Vor dem Tempel wurden Obelisken und Statuen mit dem Konterfei der Pharaonen aufgestellt. Das Eingangsportal schmückten gewaltige Pylone.

Der bekannteste Tempelbau sind die in Fels gehauenen Tempel Abu Simbel. Sie stellen den baulichen Höhepunkt der Herrschaft von Ramses des Großen um 1.300 vor Christus dar.

Ob für den Bau dieser gewaltigen Monumente Zeichnungen, wie wir sie heute kennen, vorlagen, ist nicht bewiesen. Bei Funden von Architekturzeichnungen auf Papyrus wurden rohen Skizzen gefunden, die nur einen groben Überblick über Anordnungen und Maßangaben als Erinnerungsstütze für die Arbeiter darstellten. Wenn nötig, wurden Skizzen auf Ostraka (Scherben von Tongefäßen) angefertigt.

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